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Funktion und Aufgabe der Schulbibliothek

Die Multimediale Schulbibliothek hat zahlreiche Aufgaben zu erfüllen. Diese Funktionen werden durch Zielvorstellungen der Errichter genau definiert. Aus den Zielvorstellungen ergeben sich die Forderungen an Raum, Einrichtung, Bestand und Verwaltung.

  • Informations- und Wissenzentrum
  • Medienzentrum
  • Unterrrichtszentrum
  • Lehrzentrum für Bibliotheksbenutzung
  • Zentrum der Leseanimation
  • Kommunikationszentrum
  • Kulturelles Zentrum

Es ist von Anfang an darauf Bedacht zu nehmen, dass die Bibliothek im täglichen "Schülerfluss" liegt. So wird am ehesten eine rege Benützung garantiert. Bei Schulhaus-Neuplanungen sollte eine Schule buchstäblich um die Bibliothek herum “gebaut” werden.

ZielvorstellunGEN

Die Berücksichtigung der eigenen Raumsituation, des Schultyps, die damit verbundenen Arbeitsabläufe und haben bei der Erstellung der Zielvorstellungen höchste Priorität.

Folgende Fragen sollen bei der Erarbeitung der Zielvorstellungen helfen:

  1. Welche Hauptfunktionen der Bibliothek sollen und können verwirklicht werden?
  2. Welche Zielgruppen ergeben sich?
  3. Welche Bestandsstruktur soll die Bibliothek haben und welcher Zielbestand wird angepeilt?
  4. Welche Formen der Arbeitsmöglichkeiten sollen verwirklicht werden?
  5. Wie wird die technische Ausstattung geplant?
  6. Welches Betreuungspersonal steht zur Verfügung?

Einrichtung

Die Einrichtung einer Bibliothek sollte den Benutzer bei der Orientierung unterstützen und die verschiedenen Bibliotheksangebote auch durch die Einrichtung erkennbar machen. Trotz der Gliederung in Bereiche soll die Bibliothek transparent bleiben. Flexibilität impliziert rasche Veränderbarkeit der Einrichtung und tritt damit in Widerspruch zu einer fixen Gestaltung einzelner Bereiche. Eine gute Planung kann den Widerspruch auflösen, wenn Flexibilität da eingesetzt wird, wo es sinnvoll ist.

Beleuchtung

Die Räume der Schulbibliothek müssen grundsätzlich ausreichend mit Tageslicht ausgeleuchtet werden! Bei künstlichen Lichtquellen muss auf schattenfreies Licht geachtet werden. Blendung und Aufheizung der Räume durch Sonneneinstrahlung lassen sich durch geeignete Maßnahmen (elektrisch betriebene Jalousien) ausschließen. Innen- oder außenliegender Sonnenschutz oder spezielle Gläser mit UV-absorbierender Wirkung sind die effektivste Methode, den Schäden durch natürliches Licht vorzubeugen.

Einzeln oder in der Gruppe zu arbeiten, Unterricht in der Bibliothek, selbsttätige Informationsbeschaffung oder selbsttätiges Lernen erfordern Bereiche, wo ungestört gearbeitet werden kann. Abgeschirmte Zonen werden vor allem durch eine entsprechende Regalaufstellung erreicht, wobei auf den jeweiligen Regalen die entsprechenden Sachbuchbestände der Arbeitszone zugeordnet sind, damit ein möglichst leichter und freier Zugriff auf die Medien gegeben ist. Eine genügende Anzahl von Tischen und Stühlen (Beschreibung sie hinten) ermöglichen die Arbeit mit den verschiedenen Medien.

Ein Leit- und Orientierungssystem sollte nie als notwendiges „Übel“ empfunden werden, welches nach vollendeter Einrichtung der Bibliothek „nachgerüstet“ wird. Im Gegenteil: Das Leitsystem ist ein integraler Bestandteil der Einrichtung und Werbung für die Bibliothek. Im Alltag muss sich ein Leitsystem bewähren.

AUSSTATTUNG EINER SCHULBIBLIOTHEK

AUSSTATTUNG EINER SCHULBIBLIOTHEK

Die Schulbibliothek gliedert sich in mehrere Bereiche

  • Eingangsbereich
    Hier findet sich der OPAC Katalog (Recherchemöglichkeit), ein Informationsbereich, sowie Garderoben und Präsentationsmöglichkeiten
    In diesen Bereich gehören:
    Staufläche für zurückgegebene Medien, eventuell mit Bücherei wagen, Kasten für diverse Bibliotheksmaterialien, Leit- und Orientierungssystem, Zeitschriftenregale zur Auflage von aktuellen Zeitschriftennummern, aber auch zur Aufstellung von Neuerscheinungen, Katalogcomputer (OPAC), Ausstellungsbereiche / Reklamewände verschiedenen Variationen
    - einfache Regalsysteme f. Printmedien
    - Breite ca. 80 - 100cm (Bei Holzausführung stab- oder schichtverleimt)
    - Tiefe der Regalböden: ca. 20 - 25 cm
    - Regalhöhen: f. Erwachsene ca. 184 cm
    - Regalhöhen: f. Kinder ca. 150 cm
    - spezielle Medienschränke f. CD, DVD, Videos uws.
    - Rollregale
    - Modulsysteme
    - Bücherschütten (f. Erstleser)
    - Schrägpräsentationen (wichtig für den Erstleserbereich)

  • Ausgabebereich und Verwaltung
    Hier findet die Entlehnung und Rückgabe der Medien statt. Ausgabetheke,

  • Arbeitsbereich
    Neben Tischen und Stühlen für Gruppenarbeit bietet dieser Bereich die Möglichkeit zur Kommunikation, sowie Multimediale Arbeitsplätze.
    Einzeln oder in der Gruppe zu arbeiten, Unterricht in der Bibliothek, selbsttätige Informationsbeschaffung oder selbsttätiges Lernen erfordern Bereiche, wo ungestört gearbeitet werden kann. Abgeschirmte Zonen werden vor allem durch eine entsprechende Regalaufstellung erreicht, wobei auf den jeweiligen Regalen die entsprechenden Sachbuchbestände der Arbeitszone zugeordnet sind, damit ein möglichst leichter und freier Zugriff auf die Medien gegeben ist. Eine genügende Anzahl von Tischen und Stühlen (Beschreibung sie hinten) ermöglichen die Arbeit mit den verschiedenen Medien.

    Einzelarbeitsplätze: sind für das individuelle Studium am vorteilhaftesten. Sie müssen eine gewisse Distanz zum nächsten Arbeitsplatz aufweisen (keine Aufreihung von Arbeitsplätzen).

    Gruppenarbeitsplätze: dies bedeutet - Tische und Stühle in bequemer Arbeitshöhe, möglichst variabel.

    Anforderungen an die Tische: sehr stabil und leicht abbaubar

    Anforderungen an die Stühle: stapelbar, kindgerecht, sehr bequem 

    EDV Arbeitsplätze: Diese sollen in enger Anbindung an die herkömmlichen Medien stehen und den neuesten technischen Entwicklungen entsprechen.

  • Lesebereich
    Die Gestaltung der Kommunikationsbereiche und Lesebereiche geben dem Raum der Schulbibliothek einen besonderen Akzent und eine individuelle Note zum Beispiel durch spezielle Sitzmöbel, Farben usw. Sesselgarnituren und Sitzmöbel dürfen jedoch nicht die Flexibilität des Raumes behindern, vielmehr sollen sie zurückgenommen und nach Möglichkeit in Nischen eingefügt werden. Verschiedene Möglichkeiten wie Sitzecken und Sitzstufen schaffen ein Ambiente zum Schmökern und Lesen. 
    - Sitzgruppen
    - Sitzstufen
    - Leseinseln (speziell für Volksschulen)
    - Lesehöhlen

  • Bücher
    Regalsysteme mit offener Bestandsaufstellung, Zeitschriftenschrank, etc. 

  • Internet & Nonbook
    Platz für Video, Audio, CD u.a.

IN ÖSTERREICHISCHEN RICHTLINIEN

Als Untergrenze für einen Bibliotheksraum sind 65m2 anzusehen oder die in der geltenden Bauordnung des Landes vorgesehene Normgröße eines Klassenzimmers. Raumverbund ist jederzeit möglich.

Größenklassen von Schulbibliotheken

  • Größenklasse 1: Buchbestand ca. 5000
    Beispiel: NMS Regau 75m2

  • Größenklasse 2: Buchbestand einer Schule/Schulstandort ab 600 Schüler/innen
    Beispiel: NMS Gmunden min. 100m2

  • Größenklasse 3: Buchbestand einer Schule/Schulstandort ab 1000 Schüler/innen
    Beispiel: Schwesternschule Wels min. 140m2 

Wichtig! Diese Angaben gelten als Minimalanforderungen!

Software

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